Aus der Palliativmedizin ist inzwischen bekannt, dass sich am Ende des Lebens Perspektive und Prioritäten enorm verschieben.
Bronnie Ware, eine Amerikanische Palliativkrankenschwester, hat kürzlich in einem Buch die 5 Klassiker des Bedauerns zusammengefasst, die am Ende eines Lebens für fast jeden Menschen entstehen. Sterbens-Zeit ist die Zeit des Prüfens. Und eine Zeit, in der sich Perspektive und Prioritäten doch ganz massiv verschieben.
Hier kommen sie… die fünf „Klassiker“ des Bedauerns:
1. Hätte ich nur ein Leben gelebt, das wahrhaftig war , anstatt den Erwartungen Anderer zu genügen.
2. Hätte ich nur nicht so hart und soviel gearbeitet ( betrifft hauptsächlich Männer).
3. Hätte ich nur den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.
4. Hätte ich nur den Kontakt zu Freunden gehalten.
5. Hätte ich mir selbst mehr Glücklichsein erlaubt.
Allerdings werden wir von Beginn an auf ein Leben vorbereitet, in dem wir genau so zu funktionieren haben. Sonst gäbe es in der Schule Fächer wie: Erfüllendes Leben- erfüllende Beziehungen, Oder: Sinn und Aufgabe meines Lebens.
Die Lösung ist Bewusstheit über das, was wir gelernt haben, zunächst für Überleben, dann für Zugehörigkeit. Botschaften wie „ Nun ist Mama aber traurig“, Über „ Ein echter Kerl weint nicht“ bis hin zu: „Ich befrage Sie aber jetzt trotzdem nach Ihrer Krankheitsgeschichte, denn der Stapel der Bewerbungen derer, die für diese Firma arbeiten wollen, reicht vom Fußboden bis zur Decke“ bringen uns schnell bei, wie wir zu funktionieren haben, um mitspielen zu dürfen. Oft widerspricht das unserer eigenen Natur ganz.
Wenn aber die inneren Kollaborateure erst einmal bewusst geworden sind, beginnt Freiheit. Und es geht darum, herauszufinden, wer wir wirklich sind. Welche individuelle Vision, welche Bündel an Werten und Fähigkeiten, sich in jedem einzelnen verbirgt. Deren Verwirklichung macht Sie wesentlich erfolgreicher, es ist mühelos, Sie sind zu jedem Moment erfüllt- und es ist unmöglich, daß Sie dabei verbrennen.
Also:
1. Entdecken Sie das Wasser und was Sie davon unterscheidet. Ganz nach dem Zitat von Albert Einstein: “ Die Fische werden das Wasser wohl zuletzt entdecken”; Finden Sie heraus, was Sie gelernt und angenommen haben, um dazu zu gehören, mitspielen zu dürfen, Anerkennung zu bekommen. Und dann folgen Sie Ihren Anziehungen. Lassen Sie sich vom Leben leiten und zeigen, wer oder was Sie wirklich sind. Kultivieren Sie Ihre Individualität, betrachten Sie Unterschiede von und zu Anderen als Inspiration und fragen Sie sich täglich, wie Sie mit Ihrer Ungewöhnlichkeit die Welt bereichern können.
2. Nehmen Sie sich Zeit für Muße und Beziehungen. Beziehen Sie Ihren Wert aus Beidem, anstatt beides zu verbrennen, um Ihren Wert zu beweisen.
3. Erlauben sie sich Berührbarkeit. Berühren Sie Andere tief. Und beschenken Sie sich und Andere mit aufrichtigen Offenbarungen aus der Tiefe Ihres Herzens. Dies wird auch Ihr physisches Herz gesund halten.
4. Pflegen Sie Freundschaften.
5. Überwinden Sie die Angst vor Glücklich sein. Dies ist seltsamerweise die grösste Angst der Menschheit: Angst vor Glücklichsein. Alles zu sein und alles zu haben. Der eigenen Bestimmung zu folgen. Ihr Glücklichsein ist ansteckend und inspirierend. Es erlaubt Anderen, sich ebenfalls auf den Weg zu machen. Ein Planet voller glücklicher Lebewesen. Es beginnt mit Ihnen!
Ich wünsche Ihnen den Mut zu einem erfüllten Leben!
- Zusammen im Alltag. Dein Beitrag zu einer schöneren Welt ist immer jetzt.









